Während ausgewachsene Männchen gerne untereinander "raufen", ohne sich allerdings im Allgemeinen gegenseitig zu verletzen, sind sie anderen, sogar viel kleineren Fischarten gegenüber absolut harmlos. Was ihm den deutschen Beinamen der "blaue...“ beschert hat, ist allerdings zumindest schleierhaft! Der bräunliche bis schwarze Körper weist mehr oder wenige viele weiße Punkte auf. Wildfänge dieser Art kommen aus meist schnellfließenden, klaren, sauerstoffreichen Zuflüssen des Amazonas und sind sehr friedfertige und nützliche Fische für das Gesellschaftsaquarium. Als dämmerungs - bezw. nachtaktiver Fisch hält er sich gerne unter Steinen und Dekorations-Wurzeln auf, die er fleißig von Algen säubert. Hier laicht er bevorzugt ab, nimmt aber auch mit angebotenen PVC-Rohrstücken vorlieb. Das Männchen bewacht das Gelege und befächelt es mit sauerstoffreichem Wasser. Der Dottersack der nach etwa fünf Tagen schlüpfenden Jungfische ist nach ca. 14 Tagen aufgebraucht, die Jungbrut kann sodann mit feingeriebenem, aus vorwiegend pflanzlichen Bestandteilen bestehendem Trockenfutter, Microfutter und mit speziellen, Spirulina-Algen enthaltendem Tablettenfutter gefüttert werden. Er ist ein hilfreicher Raspler
In Aquarianerkreisen beliebt ist dieser Fisch, weil er besonders schonend für die Wasserpflanzen alles an Grünalgen "abraspelt", was gemeinhin im Aquarium Sorgen macht. Darüber hinaus nimmt er aber auch alle Sorten Trockenfutter, Tiefkühlkost und sogar gut gewaschene, leicht überbrühte Salatblätter oder gekochte Möhren etc. als Futter an. Um zu vermeiden, daß durch seine "Raspeltätigkeit" an größeren Pflanzenblättern Schäden verursacht werden, sollte eine Dekorationswurzel (Moorkienholz) nicht fehlen! Ancistrus dolichopterus deckt seinen Bedarf an Zellulose auch an Dekorationswurzeln, die er immer peinlich sauber und algenfrei hält und die in einem Artenbecken oder in einem Aquarium in dem solche Fische nebenbei gepflegt werden, nie fehlen sollten. Die Geschlechter sind bei erwachsenen Tieren - die eine Endgröße von 12 bis 15 cm erreichen können - leicht zu unterscheiden! Das Männchen trägt geweihartig verzweigte Auswüchse an der Stirn, die Tentakel des Weibchens sind kürzer, dünner und kaum verzweigt. Die Zucht von Ancistrus dolichopterus ist auch im Gesellschaftsbecken möglich, von weichem Wasser bis zu einer Härte von über 15 dGH. Das Aquarium sollte jedoch ausreichende Versteckmöglichkeiten (Höhlen, Spalten, Unterstände und vor allem Moorkienholzwurzeln) bieten.