Dieser hübsche, relativ hochrückig gebaute Fisch mit der intensiven, fast schwärzlichen Bänderung auf glänzend gelblichem Grund, den deutlich abgesetzten, dunkel geränderten, lachsfarbenen Schuppen und der blutroten Färbung am Kopf und in den Flossen, braucht viel Schwimmraum und sollte nicht mit ruhigen Fischen vergesellschaftet werden, denen er in seiner Hektik sicher bald „auf die Nerven“ fällt. Die Männchen sind intensiver gefärbt als die Weibchen, bleiben aber etwas kleiner und schlanker. Die etwas weniger gefärbten Weibchen sind hochrückiger. In den Handel kommen ausschließlich Nachzuchten aus deutschen und asiatischen Zuchtbetrieben sowie aus dem Ostblock. Mit ihren vier schwarzen Querbinden, von denen die erste schräg über die Augen verläuft, den hochroten Flossen, die beim Männchen ebenfalls deutlich intensiver gefärbt sind und den dunkel umrandeten Schuppen auf lachsfarbenem Grund zählt Barbus tetrazona zu den attraktivsten, im Fachhandel angebotenen Fischen. Auf die Wasserqualität achten!
An die Wasserbeschaffenheit werden keine besonderen Ansprüche gestellt, wohl aber an die Wasserqualität! Gut durchströmtes, sauber gefiltertes Wasser, dichte Hintergrundbepflanzung und offener Schwimmraum sind ebenso wichtig zum Wohlbefinden der Sumatrabarbe, wie der regelmäßige, wöchentliche Teilwasserwechsel von ca. 25 bis 30 Prozent. Das Aquarium (für einen Schwarm von mindestens 10 Sumatrabarben gedacht) sollte mindestens 80 cm Länge aufweisen. Bei einer Wassertemperatur zwischen 23 und 27 Grad Celsius fühlen sich die Fische wohl. Auf die Wasser- und Filterhygiene ist schon deshalb besonders zu achten, weil Sumatrabarben extrem anfällig gegen Ektoparasiten sind. In einer gesunden und hygienisch einwandfreien Umgebung sinkt auch das Infektionsrisiko auf ein Minimum. Es empfiehlt sich trotzdem, die Fische täglich auf einen Befall von Ektoparasiten zu kontrollieren und sie im Bedarfsfalle sofort zu therapieren. Sumatrabarben sind ständig in Bewegung und streifen unablässig durch das Aquarium. Als äußerst gierige „Fresser“ nehmen sie bei Fütterung mit schwimmfähigem Trockenfutter oft auch Luft an der Oberfläche auf, worauf sie dann Kopfunter eine Zeitlang gegen den unnatürlichen Auftrieb (Luft im Magen und Darm) ankämpfen müssen, um nicht zur Wasseroberfläche aufgetrieben zu werden. Futter, das nicht mehr geschluckt werden kann, wird durch die Kiemen zerkleinert wieder ausgepreßt. Langsamere Fische ernähren sich dann buchstäblich von den „Krumen am Tische des Herrn“! Als zänkisch verkannt, werden die Schleier und Flossengehänge sowie die zu Fäden ausgebildeten Brustflossen mancher Fische (Schleierschwanzfische, Guppies, Fadenfische, Skalare etc.) wohl hauptsächlich nicht bösartig sondern vielmehr „spielerisch“ angebissen, was allerdings vom Effekt her für die betroffenen Fische das Gleiche bedeutet. Vermeiden Sie daher die obengenannten Fische mit Sumatrabarben zu vergesellschaften.
Mit anderen Barben vergesellschaften
In guter Gesellschaft mit Sumatrabarben harmonieren viele robuste Barbenarten wie Purpurkopfbarbe, Clownbarbe, Glühkohlenbarbe, Prachtbarbe, Zebrabarbe, Schillerbarbe sowie andere robuste Fische, die ein ähnliches Temperament aufweisen und in der Größe und den Pflegeansprüchen zu ihnen passen.
Ein Allesfresser, der gern mal etwas anderes nimmt!
Als Allesfresser werden Sumatrabarben leider nur allzu oft einseitig ausschließlich mit Trockenfutter ernährt! Dies ist natürlich grundfalsch! Allesfresser bedeutet, daß sich dieser Fisch schon im natürlichen Biotop abwechslungsreich von einer Vielzahl von unterschiedlichen Futtersorten tierischer und pflanzlicher Art ernährt! Gerade in der Aquariumpflege solcher Fische ist „Abwechslung im Futter die Würze des Lebens“! Gesund und abwechslungsreich ernährte Fische entfalten ihre volle Vitalität und Farbenpracht. Zur Zucht werden passende Zuchtpaare in eigene, peinlich sauber gehaltene Zuchtbecken mit reichlich feinfiedrigen Pflanzen gesetzt und die Wassertemperatur bei einer Härte von maximal 10 dGH auf 26 Grad Celsius aufgeheizt. Vor und während des Ablaichens sollten die Fische gut gefüttert werden, nach dem Ablaichen – es werden ca. 200 Eier abgelegt – müssen die Zuchttiere als starke Laichräuber sofort aus dem Zuchtbecken herausgenommen werden, sie fallen sonst über den eigenen Laich her.
Nach ca. 30 Stunden schlüpfen die Jungfische, die noch einige Tage an ihrem Dottersack zehren, bis sie schließlich nach ca. 5 Tagen frei schwimmen. Sie nehmen nun Staubfutter und bald schon frisch geschlüpfte Artemia Nauplien als Futter an. Auf die Wasserqualität muß nunmehr besonders geachtet werden. Es empfiehlt sich, täglich bis zu 50 Prozent des Wassers durch Frischwasser auszutauschen und jeglichen Mulm sowie Futterreste dabei aus dem Becken abzusaugen.
Schlechte Wasserqualität führt zur Verkrüppelung und Deformierung der Flossen und stellt den Zuchterfolg insgesamt in Frage. Natürlich ist bei der Auswahl der Zuchttiere schon darauf zu achten, daß nur ausgesucht makellose Fische zur Zucht angesetzt werden.