Der in Mittelamerika bis Venezuela und Kolumbien vorkommende Fisch benötigt ein gut mit Verstecken ausgestattetes Aquarium mit relativ grobem Sand als Bodengrund (ca. 2 bis 4 mm), in dem er seine Laichgruben gräbt. Er sollte in kleineren Aquarien höchstens paarweise gehalten werden, da es bei Platzmangel mit möglichen Konkurrenten sehr leicht zu ernsthaften Revierstreitigkeiten kommen kann. An die Wasserqualität (Härte, Leitwert, pH-Wert) werden keine besonderen Ansprüche gestellt, auch im mittelharten und sogar harten Wasser züchtet Aequidens pulcher problemlos nach. Dieser Brutpflege betreibende Fisch ist sehr produktiv und laicht viele Male im Jahr erneut ab. An Futter sollte man möglichst Abwechslung bieten, vor allem an Lebendfutter und tiefgekühltem Futter. Es wird aber auch Trockenfutter aller Art angenommen. Gut zu unterscheiden: Herr und Frau Barsch!
Die Geschlechter sind bei erwachsenen Tieren gut zu unterscheiden, das Männchen verfügt über eine länger ausgezogene Rückenflosse als das Weibchen. Nach dem Schlüpfen der Jungen werden diese täglich in neu angelegte Laichgruben umgebettet. Nach dem Freischwimmen können sie mit frisch geschlüpften Artemia Nauplien gefüttert werden. Aequidens pulcher erfreut sich reichen Nachzuchtsegens, werden alle Jungfische aufgezogen, wird man bald vor dem Problem stehen, sie vernünftig unterzubringen. Man sollte sich daher rechtzeitig um Abnehmer kümmern. Eine Möglichkeit unerwünschten Nachzuchtsegen zu verhindern ist, Fische im gleichen Aquarium zu pflegen, die sich zwar mit den Blaupunktbuntbarschen vertragen, aber als Laichräuber dafür sorgen, daß nicht alle Jungfische aufgezogen werden. Zeitweise empfiehlt sich auch, einen Teil des Geleges abzusaugen und so ein Schlüpfen allzu vieler Jungfische zu verhindern. Dem Elternpaar bleiben dann immer noch genügend Eier, die bewacht, mit Sauerstoff versorgt und nach dem Schlüpfen verteidigt werden müssen, so daß der Brutpflegetrieb nicht verkümmert.
Regelmässiger Wasserwechsel stärkt das Wohlbefinden!
Nicht nur bei den Jungfischen, sondern auch bei den Elterntieren ist zu sagen, daß sich ein häufiger Teilwasserwechsel auf ihr Wohlbefinden positiv auswirkt, die Fische sind offenbar gegen zu altes (belastetes) Aquariumwasser empfindlich und kränkeln gerne. Ein wöchentlicher Teilwasserwechsel bis zu einem Drittel des Aquariuminhaltes ist ratsam. Obwohl es sich bei dem Blaupunktbuntbarsch um einen relativ friedlichen Genossen handelt, sollte man nur robustere Fische mit ihm vergesellschaften! Gut geeignet sind größere Salmler oder Barben, die sich durch die bei der Balz und Brutpflege recht umtriebigen Mitbewohner nicht gestört fühlen.