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Im Portrait - Der Kupfersalmler
Die schlankeren Männchen von Hasemania nana (auch als H. marginata bekannt) verdienen – im Gegensatz zu den mehr silbrig glänzenden, voller gebauten Weibchen – ihren Namen voll zu Recht!

Die Kupfersalmler (Hasemania nana)
Dieser hübsche, nur ca. 5 cm groß werdende Salmler aus Brasilien kommt in seiner Heimat in kleinsten Weißwasser- und Schwarzwasserbächen vor. Die für viele Salmler typische Fettflosse fehlt bei dieser Salmlerart völlig. Der gestreckte Körper der Männchen ist kupferglänzend gefärbt, mit einem schwarzblauen Band bis zur Schwanzwurzel. Die Schwanzflosse ist deutlich gegabelt, an den Spitzen abgerundet. Die Flossenspitzen der Rücken- und Afterflosse sowie der Schwanzflossen sind schneeweiß gefärbt. Das Weibchen zeigt deutlich weniger Farben und ist etwas hochrückiger.

Schöne Fische für grosse Schwärme

Gelegentlich soll sich dieser an sich als recht friedlich bekannte, zierliche, an den Seiten abgeflachte, schlanke Salmler etwas zänkisch benehmen, im Grunde aber paßt er – immer im Schwarm gehalten - zu allen, größenmäßig entsprechenden Friedfischen. Bei laichreifen Fischen kann man aber oft ausgeprägtes Territorialverhalten der Männchen untereinander beobachten. Schon ab einer Aquarienlänge von 60 cm aufwärts kann die Pflege in passender Gesellschaft als absolut erfolgreich angesehen werden. Allerdings sollten auch die Wasserwerte und die Wasserqualität entsprechen. Bei einer Wassertemperatur zwischen 24 und 28 Grad Celsius fühlen sich Kupfersalmler auch in hartem Wasser bis 18 KH wohl, sofern das Aquariumwasser unbelastet, sauerstoffreich und kristallklar gefiltert ist. Dichter Pflanzenwuchs mit ausreichend freiem Schwimmraum und durch Schwimmpflanzeninseln gedämpftes Licht sowie zusätzliche Torffilterung, Torfextraktzusatz oder die Zugabe von Huminstoffen steigern das Wohlbefinden dieser hübschen Salmler sichtbar. Als Allesfresser ist der Kupfersalmler in der Futterwahl nicht heikel, um die Fische jedoch gesund zu erhalten ist Abwechslung im Futterplan angesagt! Trockenfutter aller Art sowie mundgerechtes Lebend- und Gefrierfutter, in regelmäßigem Turnus angeboten, sorgt für gesunde, vitale und farbenfrohe Fische im Aquarium. Wird das Aquariumwasser regelmäßig wöchentlich zu 25 % gegen Frischwasser (nicht ohne den Zusatz eines geeigneten Wasseraufbereitungsmittels) ausgetauscht, entlohnt der Erfolg die aufgewendete Mühe des Pflegers voll.

Züchten macht Spass

Zur Zucht wird die Wassertemperatur auf 26 bis 28 Grad Celsius eingestellt, die Fische werden paarweise ins Zuchtbecken eingesetzt. In Büscheln feinfiedriger Wasserpflanzen werden nach heftigem Treiben zwischen 150 bis 200 Eier abgesetzt, die Zuchttiere unmittelbar nach Beendigung des Laichaktes wieder ins Aquarium zurückgesetzt (Eingewöhnung!). Nach 30 bis 40 Stunden schlüpfen die recht kleinen und anfangs etwas empfindlichen Jungfische, die jedoch in der weiteren Aufzucht kaum Probleme bereiten. Allerdings sollte täglich ein Teilwasserwechsel bis zu 50 % des Zuchtbeckeninhaltes erfolgen, bei dem Futterreste und Ausscheidungen der Fische gründlich abgesaugt werden. Die heranwachsenden Jungfische werden anfangs mit Infusorien, später mit Artemia Nauplien und der Größe entsprechendem Trocken- und Gefrierfutter gefüttert.


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