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Filterung - was gibt es zu beachten?
Was aber nutzt die Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen, wenn die Aufgabe des Filters, die Wasserqualität zu verbessern an der „Bequemlichkeit“ oder dem „Unwissen“ des Aquariumliebhabers scheitert? Oft haben wir vergessen, daß die notwendigen, regelmäßigen Inspektionen beim Auto (Ölwechsel etc.) zwar meist nicht mehr von uns selbst durchgeführt werden (sie werden an die jeweilige Servicestation delegiert), so wie aber unsere Gesundheit und unser Leben vor allem von der Fahrtüchtigkeit unseres Autos abhängt, hängt Gesundheit und Leben unserer Aquarienfische von den regelmäßig durchgeführten „Inspektionen“ des Filtersystems ab!
Der Bio-Filter
Im Gegensatz zu ausgesprochenen Schnellfiltern – die in sehr kurzen Abständen (nach wenigen Tagen Laufzeit) gereinigt werden müssen, sind die optimalen Reinigungsabstände biologischer Filtersysteme zwischen drei Wochen und sechs Wochen Laufzeit angesiedelt. Biologische Filter dürfen keinesfalls als „Dauer-Mülldeponien“ mißbraucht werden. Ideale Möglichkeiten bieten biologische Filter mit einer leicht zugänglichen mechanischen Vorfilterkammer! Hier wird das Vorfiltermaterial – meist Filterwatte – im Abstand weniger Tage bis wöchentlich einmal ausgewaschen und so verhindert, daß alle organischen Abfälle im Stickstoffkreislauf zu sogenannten Endstufen oxidiert werden. Solche Filter sind aber meistens voluminös und nehmen daher viel Platz im Aquarium ein.
Filter reinigen!
Wird ein Filter erst gereinigt, wenn die Durchlaufleistung bereits sichtbar abgenommen hat, ist es bereits viel zu spät! Der deutliche Anstieg der Nitratwerte im Aquariumwasser zeigt zwar an, daß die Nitrifikation, der Abbau giftigen Nitrits zu relativ ungiftigem Nitrat immer noch funktioniert, steigen jedoch auch die Nitritwerte im Wasser über einen Wert von 0,05 mg pro Liter an, kündigt sich das „Umkippen“ der Wasserwerte an. Das Ansteigen der Nitratwerte im Aquariumwasser kann durch regelmäßige Filterpflege zwar nicht verhindert werden – schließlich ist es die Aufgabe eines Filters, giftige Zwischenstufen im Stickstoffkreislauf zu relativ ungiftigen Endstufen (Nitrat) zu oxidieren (abzubauen), hier bedarf es auch eines regelmäßigen Teilwasserwechsels, um gesunde Umweltbedingungen in Form guter Wasserqualität für das Wohlbefinden unserer Aquariumfische zu schaffen. Die Bedingungen im Aquarium sind so gut - oder so schlecht - wie die Pflege des Filters und der dazugehörende, regelmäßige Wasserwechsel. Wird ein Filter nicht regelmäßig in sinnvollen Abständen gereinigt, ist das so zu sehen, wie wenn aller Müll unter den Teppich gekehrt werden würde! Man sieht ihn nicht mehr, aber man riecht ihn dennoch! Ihre Fische müssen nicht nur in einer solchen Brühe leben, sie müssen auch daraus trinken! Und dazu ist sauberes Wasser eben immer noch das Gesündeste!
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