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Ein Hund wie aus der Operette der Madame Butterfly
Das Ursprungsland des Shi-Tzû ist China. Wahrscheinlich ist der Shi-Tzû aus einer Verbindung von Lhasa Apso und Pekingese hervorgegangen.

Das damalige Oberhaupt Chinas, Tzu-Hsi, verlor ihr Herz an diese bezaubernde Hunderasse und als sie Anfang des 20. Jahrhunderts starb, war der Auszug des Shi-Tzû aus dem Palast vorbestimmt. Die Zucht der Hunde wurde nicht mehr so verbissen gesehen. Durch sein löwenartiges Fell wurde er anfänglich unter anderem auch Lhasa Löwenhund genannt.

1930 begannen englische Züchter damit, sich um diese Hunderasse zu bemühen. Der „Peking Kennel Club“ wurde 1934 in China ins Leben gerufen. Bei einer der Ausstellungen siegte ein weiblicher Shi-Tzû der Comtesse von Anjou, die aus Frankreich stammte. Den Erfolg verdankte sie der Zusammenarbeit mit einer Freundin, die im Palast diente. Bei ihrer Abreise aus China blieb die siegreiche Hündin der Comtesse zurück. Aber die Comtesse gab die Suche nach dieser, ihr ans Herz gewachsenen Hunderasse nicht auf. Fündig wurde sie nach Jahren endlich in England.

Anfang der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts findet man in Frankreich Eintragungen ihrer "Tshi-Tzûs" im Zuchtbuch. Als 1937 in China feindliche Truppen einfielen, war es das Ende des "Tshi-Tzû" in seiner Heimat. Durch Liebhaber seiner Rasse fand er in dieser Zeit seinen Weg in das westliche Europa.


Erscheinungsbild

  • Fell: lang, nicht gelockt, abstehendes Überhaar mit dichter Unterwolle
  • Farben: rot, schwarz, weiß, gelb, sand, grau, braun, geschätzt wird eine weiße Blesse
  • Körper: klein mit starkem Knochenbau; Vorderhand: kurz und am Ellbogen gut ausgebogen; Hinterläufe: leichter, kräftig und gut geformt; Rute: hoch angesetzt und gut über den Rücken gerollt getragen
  • Kopf: massig; Schädel: breite Schädeldecke, zwischen den Ohren breit und flach; Ohren: groß und hängend getragen
  • Augen: Rund, nicht hervorstehend
  • Größe: nicht mehr als 26,7 cm
    Gewicht: 4,5 – 8,1 kg

  • Der Shi-Tzû hat eine fröhliche und aufgeweckte Art und einen nicht von der Hand zu weisenden asiatischen Charme. Man wird schnell feststellen, dass jeder Shi-Tzû eine eigene Persönlichkeit darstellt. Er bleibt selbst bei seinem Frauchen stets auf etwas Abstand. Und doch liebt er es an einer gemütlichen Runde teilhaben zu dürfen. So klein dieser Hund auch ist, so groß ist doch auch seine Freiheitsliebe. Dennoch zollt er seinem Frauchen Respekt und gehorcht. Alles was er macht, macht er mit Würde. Besonders gut kommt der Shi-Tzû mit Katzen aus, was vermutlich daran liegt, dass sich beide von ihrem Wesen sehr gleichen.


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