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Eine Katzenwäsche ist keine Schnell-Reinigung
Irrtümlicherweise sagen wir Menschen für eine kurze, schnelle Reinigung, wir machen eine „Katzenwäsche“

Das stimmt, auf die Katze bezogen, überhaupt nicht. Katzen widmen einen großen Teil ihrer Zeit der Körperpflege und gehören somit zu den saubersten unter unseren Hausgenossen. Mit ihrer Zunge ersetzt die Katze Waschlappen, Kamm und Bürste, ja sogar einen Massagehandschuh.

Mit den kleinen Noppen auf der Zunge und Speichel, wäscht sie jedes Haar ihres Felles, massiert dabei ihren Körper und vergisst auch nicht ihre Pfoten zu reinigen. Für ihr Gesicht benützt sie die Vorderpfoten, die zuvor abgeleckt wurden.

Schaut man einer Katze bei ihrer „Katzenwäsche“ zu, so denkt man, dass es für sie ein Vergnügen sein muss, so hingebungsvoll wie sie sich pflegt, dabei sie allerdings vom Menschen nicht gestört werden will. Ein glänzendes, seidiges Fell zeigt an, dass sich die Katze in gutem gesundheitlichen und seelischem Zustand befindet.

Wohin mit den abgestorbenen Haaren?

Mehrmals täglich leckt die Katze ihr Fell, wobei tote Haare in der Zunge hängen bleiben. Diese Haare werden dann hinuntergeschluckt und normalerweise unverdaut wieder ausgeschieden. Sammeln sich zu viele Haare im Magen an, so kommt es zu Haarballen (Bezoare), welche die Katze mit Hilfe von Grasfressen oder besonderer Malt-Paste wieder herauswürgt. Damit sich nicht zu viele Haare im Magen sammeln, kann man seiner Katze bei der Fellpflege behilflich sein. Am einfachsten geht das beim täglichen Streicheln, wenn man ab und zu seine Hände befeuchtet und ihr damit über das Fell streicht. Der Handel bietet aber auch spezielle Kämme (Tipp: Stahlkamm mit abgerundeten Spitzen) und Bürsten (Tipp: Gummibürste mit Noppen) für die Fellpflege an. Wichtig ist die Hilfe bei der Fellpflege während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst. Eine besondere und regelmäßige Fellpflege benötigen natürlich Langhaarkatzen, bei manchen Rassen, z.B. Perserkatzen, sollte diese unbedingt täglich mit einem Spezialkamm erfolgen. Eine regelmäßige Hilfe bei der Fellpflege wird von den meisten Katzen dankbar angenommen. Einen positiven Nebeneffekt hat die Hilfe, es liegen nicht mehr so viel Haare auf den Polstern, Teppichen oder anderen Stellen in der Wohnung herum.

Baden bitte nur zur Not!

Katzen hassen, bis auf sehr wenige Ausnahmen, Wasser und deshalb ist von einem Bad, außer aus medizinischen Gründen, abzuraten. Eine Ausnahme bilden Katzen auf Ausstellungen, besonders Langhaarkatzen, die dennoch gebadet werden sollten. Es ist dies auch möglich, wenn sie von frühester Jugend daran gewöhnt werden und dies dann regelmäßig durchgeführt wird. Augen, Ohren und Zähne benötigen bei einer gesunden Katze keine besondere Pflege. Man kann mit einem Taschentuch die Schlafkrusten im inneren Augenwinkel der Katze abtupfen. Die Ohren sollten regelmäßig nachgeschaut werden, ob sich keine schwarzbraunen Krusten in der Ohrmuschel gebildet haben, die auf Ohrmilbenbefall hindeuten würden und vom Tierarzt behandelt werden muss. Bei den jährlichen Impfungen sollte der Tierarzt auch die Zähne auf eventuellen Zahnsteinbefall untersuchen.

Hannelore Grimm


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