Eines vorweg: Wer sich ein Meerschweinchen (oder mehrere) zulegt, sollte es auch mit in die Familie aufnehmen. Was bedeutet, es auch meerschweinchgerecht INNERHALB der eigenen vier Wände zu beherbergen. Das Tier letztendlich in den Keller, in einen Schuppen oder auf den Balkon abzuschieben, wäre doch ziemlich unhöflich? Schutz tut Not
Denn schon generell ist die Pflege eines Meerschweinchens auf dem Balkon nicht ganz so einfach, wie man es meinen könnte: Es wird schnell zu heiss oder zu kalt, Witterungseinflüsse wie Wind oder Regen machen sich zusätzlich bemerkbar. Ausserdem sind die meisten Balkone von ihrer Bauweise her nicht meerschweinchengerecht. Es droht jederzeit die Gefahr eines ungewollten Falles, und man muss nagersichere Verbauungen vornehmen, um dies auch dauerhaft zu vermeiden. Trotzdem: Meerschweinchen sind letztendlich Bergbewohner und können auch tiefere Temperaturen ab. Erwachsene Tiere (niemals Jungtiere!) können also auf dem Balkon überwintern. Dazu benötigen sie eine lang andauernde Eingewöhnung an sinkende Temperaturen (niemals von heute auf morgen) und ein Meerschweinchenheim inklusive Schutzhaus, das geräumig genug ist und dick mit Heu und Stroh ausgepolstert wird (das natürlich regelmässig erneuert werden muss). Niemals dürfen die Tiere kurz ins Warme (Wohnung) und danach wieder zurück in die Dauerkälte verbracht werden! Bleibt also noch, das Problem des benötigten Auslaufes in den Griff zu bekommen – und wenn man nicht selber als Aufsichtsperson mitzittern will, empfiehlt es sich, die Tür zum gut gepolsterten Meerschweinchenheim offen zu lassen...