Er wird Elfenbeinsittich, Eupsittula canicularis, oder Aratinga canicularis, genannt, weil sein Schnabel hornfarben, fast elfenbeinhell ist. Nur der Unterschnabel ist teilweise schwärzlich. Diese Schnabelfarbe und die ebenso hellen, nackten Augenringe unterscheiden ihn am besten von dem fast gleich großen Goldstirnsittich, der einen total glänzend schwarzen Schnabel und orangefarbene, befiederte Augenringe hat. Besonders in seiner Heimat und in den USA wird er seit langem gern gehalten, wogegen er in Europa erst in den letzten Jahrzehnten so richtig bekannt wurde. In Gefangenschaft ist er auch schon gezüchtet worden, wenn auch nur selten. Das liegt vor allem wohl daran, dass er Nistkästen kaum beachtet (siehe Termitenbauten oben.
Die Voliere braucht nur so groß zu sein, dass er gut seine Flügel gebrauchen kann. Das geht schon bei einer Volierenlänge von 120 cm, einer Höhe von 80 bis 100 cm und einer Tiefe von 60 cm. Im Winter darf dieser Sittich nicht draußen gehalten werden, da Erfrierungen an den Füßen leicht möglich sind, doch genügt ihm ein frostfreier Schutzraum.
Auch paarweise sehr zutraulich!
Als Paar wie als Einzelvogel wird der Elfenbeinsittich meistens sehr zutraulich, wenn er ganz junger Vogel in verständnisvolle Pflege kommt. Mit seiner bei guter Betreuung nicht so lauten Stimme kann er sogar etwas sprechen lernen. Besser begreift er Kunststücke zu lernen und sich als Naturtalent wie ein fröhlicher Clown zu präsentieren. Darum ist ein schöner, verzweigter Kletterbaum für ihn besonders zu empfehlen.
Alles Nötige gibt es bei uns...
Feigen nimmt der Elfenbeinsittich am liebsten zu sich, aber auch andere Früchte, Beeren und Nüsse. Als Ersatz können wir ihm allerlei Obst, Gemüse wie Möhren, Paprika (sehr vitaminreich!), Grünes, angekeimte Sonnenblumenkerne und ein Körnerfutter-Gemisch wie für Wellensittiche geben, also viel Hirse, Glanz und wenige Haferkerne. Ein Badehäuschen oder eine Badeschale mit täglich frischem Wasser nimmt er gerne an, ebenso einen Kalkstein und Vogelgrit zur Befriedigung seines Mineralstoffbedarfs.
Horst Bielfeld